Phantasie und Freundschaft (2022)

Erste Anmerkungen für Sarah [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][20][21][22][23][24][25][26][27][28][29][30][31]

 

 

 

 

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[1] Zur Einleitung: Peter Rieß, Stefan Fisch & Peter Strohschneider 1995, Prolegomena zu einer Theorie der Fußnote; Georges Perec 1996, Denken/ Ordnen (dt. Übers.: Eugene Helmlé); Georg Simmel 1908, Das Geheimnis und die geheime Gesellschaft. In Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung (S. 267–317)

[2] »Den Erinnernden die Erinnerung.« (SAJ 2020)

[3] Da dies, geneigte Leserin, gewiss nicht der erste Text ist, welchen Sie, dem Verfasser zur Freude, sich zuführen wollen, dürften Sie mit dem Problem vertraut sein, Zeilen lesen zu müssen, denen mit Stirnrunzeln zu begegnen, noch als höchste Würdigung anzusehen ist. Öde klappern die Worte, zeilenweise versinkt man in lähmendem Zeit- und schlimmer: Lokalkolorit ganz gewiss hochver-, aber mitunter doch leider ausgedienter Herrschaften. Die Verpflichtung, den Stand der Forschung naturgemäß immer vom Auszug des Odysseus zu rekapitulieren, diese Verpflichtung allein hielte wohl kaum einen in der Spur. Wonach ein erregter Geist, der in der Pflicht noch nie seinen libidinösen Quell fand, sich sehnt und wohin der Blick abgleitet, ist Technik, strenge Form, die Freiheit in sich ermöglicht. Doch gilt auch für das Gesetzt der strengen Form, und diese dritte Fußnote muss als Beweis für die Schwäche des Verfassers ausgelegt werden, dass es leicht aufgestellt und noch leichter gebrochen wird. Zugleich ist die Fußnote morphologisch und funktionell vielgestaltig: Wir unterscheiden die Echte von der Angehängten, der Apokryphen und der Pseudofußnote; die geschätzte Fußnotenfußnote gehört übrigens ins Feld der Apokrypha, mit Recht, wie der Verfasser findet. Es gibt, um hier abermals nur Beispiele zu nennen, die Klassiker rund um Beleg, Zitat, Verweis und Redaktionelles, doch auch die Exkurs-, Nachtrags- und, als solche ist wohl das hier Niedergelegte zu verstehen, Dedikationsfußnoten. Beliebt sind auch Meinungsstreit- und Vergesslichkeitsfußnote, Bewertende und Verwirrende Belegkommentierungen, seltene Ein- oder Zugeständnisse, die in Vorsichts- und Abrückfußnoten ihren angestammten Platz haben. Auch dort, wo dem Text kein Gedanke mehr abzugewinnen ist, überdauert die Fußnote. Der Stand des Materials bringt mehr zum Ausdruck als ein Autor beabsichtigen kann. Die Fußnote ist dem Gedanken, dem sie dienen soll, immer schon überlegen. Daher ist das hier in Aussicht genommene Vorhaben paradox: die Fußnotisierung des Denkens. 

[4] »Erinnerungen sind alles andere als eine fortlaufende abgespeicherte Geschichte; ihre Kristallisationspunkte sind einzelne Bilder, Splitter größerer Zusammenhänge, LICHTPUNKTE IM TIEFSCHWARZEN DUNKEL, die phantasierreicht verknüpft werden. Erinnerung lässt sich nicht kontrollieren, ebenso wie man nicht willentlich vergessen kann.« (Franz Alto Bauer 2019, Selbstarchäologie. Eine etwas andere Einführung in die Geisteswissenschaften, S. 141; Herv. PK); zu »Lichtpunkte« ferner: »Das Weiß in den Augen des Menschen hat vermutliche eine kommunikative Funktion: Es erleichtert die Blickrichtung des Gegenübers festzustellen und geteilte Aufmerksamkeit herzustellen.« (ebd., S. 509)

[5] »[…] aus dem gefährlichen Zauberbereich der bloßen Phantasie zu erlösen und sie zur Exekutive an den Stoffen zu bringen.« (Walter Benjamin 1928, Programm eines proletarischen Kindertheaters. In Über Kinder, Jugend und Erziehung, S. 79–86; hier S. 83)

[6] Phantasieproblem Substantiv, Neutrum [das], Neologismus aus φαντασία (Erscheinung, Vorstellung, Traumgesicht, Gespenst) und πρόβλημα (das Vorgeworfene, das Vorgelegte, das, was [zur Lösung] vorgelegt wurde, Klippe, Hindernis). Mitunter bedenklich hohes Maß an Vorstellungskraft bei gleichzeitig geringer Sinnentätigkeit unter nahezu vollständiger Missachtung von Empirie und insb. Logik; Phänomen und Ausdruck geteilter Aufmerksamkeit. Exemplarische Anwendungsgebiete: Real existierende Personen des privaten und akademischen Lebens, Namen (vgl. Fn 28), historische Ereignisse. Mögliche Synonyme a) Vorgeworfene Erscheinung, b) zur Lösung vorgelegtes Traumgesicht, c) Vorstellungshindernis, d) Klippengespenst, e) »luftgewirkte Gedanken« (SAJ o.J., vermutlich 2011)

[7] Das nicht eingelöste Versprechen der Vergangenheit, das in der Gegenwart eine Erinnerung hervorruft an das, was von der Zukunft sich zu versprechen wäre.

[8] Vgl. Friedemann Maurer 1993, Die Wahrheit der Phänomene. In Duncker, Maurer & Schäfer (Hrsg.), Kindliche Phantasie und ästhetische Erfahrung. Wirklichkeiten zwischen Ich und Welt (S. 17–32); Bernd Kleimann 2002, Das ästhetische Weltverhältnis. Eine Untersuchung zu den grundlegenden Dimensionen des Ästhetischen

[9] 14(?).Januar 2014, Calvisiusstraße 27, 04177 Leipzig, 1 Zimmer, Küche, Qualm, Bad, Flur, Durchreiche: Ein Zeitportal wird betreten, (vom Stuhl, auf den Tisch, in den Holzrahmen), Blitze, (durch die Alufolie, vermutlich), Silberwirbel, (auf den Schrank, vom Schrank hinunter), Ende der Adoleszenz. Jedes Wort war wichtig, wer weiß schon was es ändern wird. (Danach schweigen, damit es bleibt wie es ist.)

[10] »[...] pass bitte sehr auf dich auf, ich vermisse dich dinostark. und vergiss nie, dass du ein Dino bist, aber ich komm‘ ja ganz gleich nach. Ich übe weiter Klavier und du putzt Mumien, hihi!« (Sarirex 200X); dazu ferner Dies.: »[...] tapfer ist sie dino & schafft alles, was sie zu besiegen hat [...].«

[11] »Die Wissenschaft des geselligen Umgangs ist alles in allem eine sehr nützliche Wissenschaft. Wie Anmut und Schönheit erschließt sie uns den ersten Zugang zu gesellschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen.« (Michel de Montaigne, zit. in Jörg Zirfas, Das Leben als Essay. Die Lebenskunst des Michel de Montaigne. In Zirfas & Keplacki [Hrsg]., Geschichte der Ästhetischen Bildung Bd. 2: Frühe Neuzeit, S. 179–194; hier S. 188)

[12] »O Herr Vater, das Studieren ist mir Vergnügens genug. Wer neben den Wissenschaften noch andere Ergötzungen sucht, muss die wahre Süßigkeit derselben noch nicht geschmeckt haben«, entgegnet Damis dem alten Chrysander. (Gotthold Ephraim Lessing 1754, Der junge Gelehrte. Ein Lustspiel in drei Aufzügen, zit. nach Projekt Gutenberg: www.projekt-gutenberg.org/lessing/gelehrte/gelehrte.html)

[13] Sie ist als soziale Form des außerfamiliären privaten Milieus charakterisiert.

[14] Die breit gefächerte Literatur bezeugt das anhaltende Interesse mannigfacher Disziplinen; z.B.: David Konstan 1987, Friendship in the Classical World; Katharina Münchberg & Christian Reidenbach (Hrsg.) 2012, Freundschaft. Theorien und Poetiken.; Thomas Karlauf (Hrsg.) 1997, Deutsche Freunde. Zwölf Doppelporträts; Alexandra Rapsch 2004, Soziologie der Freundschaft. Historische und gesellschaftliche Bedeutung von Homer bis heute; Angelika Ebrecht 1998, Jenseits des Spiegels. Das Verhältnis von Freundschaft, Geschlecht und Moral aus psychoanalytischer Sicht. In Querelles, 3 (S. 75–88); Eva Thea 1915, Die Freundschaft im deutschen Roman des 18. Jahrhunderts; Friedrich Zucker 1950, Freundschaftsbewährung in der neuen attischen Komödie; Isabelle Graw 2022. Eine von Euch. Über Freundschaft [angekündigt für März 2022]

[15] Als Dokumente freundschaftlicher Umgangsformen im 17. und 18. Jahrhundert sind hier die Aufzeichnungen von Samuel Pepys und Giacomo Casanova herauszustellen. (vgl. Samuel Pepys 2010, Die Tagebücher 1660–1669, hrsg. von Gerd Haffmans & Heiko Arntz, dt. Übers.: Georg Deggerich et al., 9 Bde. und ein Begleitband; Giacomo Casanova 1964–1967, Geschichte meines Lebens, hrsg. von Erich Loss, dt. Übers.: Heinz von Sauter, 12 Bde.)

[16] Ein Beispiel für diesen misogynen Habitus bietet der Theologe Friedrich Ehrenberg: »Die Freundschaft ist Eine der interessantesten Erscheinungen im menschlichen Leben; es verlohnt sich daher wohl der Mühe, zu- zusehen, wie sich darin der weibliche Sinn offenbare – um so mehr, da noch immer darüber gestritten wird, ob und in wie fern Frauen derselben fähig sind.« (Friedrich Ehrenberg 1809, Weiblicher Sinn und weibliches Leben. Charakterzüge, Gemähide und Reflexionen, S. 209)

[17] Vgl. Gabriele Sorgo 2008, Die Zähmung Gottes. Freundschaft als Praxis der Grenzüberschreitung. In Baader, Bilstein & Wulf (Hrsg.), Die Kultur der Freundschaft. Praxen und Semantiken in anthropologisch-pädagogischer Perspektive (S. 16–25)

[18] Der Zusammenhang zwischen Phantasie und Freundschaft besteht unter anderem als Phänomen des Zeitverlaufs: Zwei einander Unbekannt treffen aufeinander und unter Umständen bahnt sich ein Kennenlernen an. Kennenlernen ist Phantasietätigkeit. Es bilden sich aufeinander bezogene Vorstellungen heraus, die immer wieder und im besten Sinne enttäuscht werden. Dies geschieht nicht im Gleichschritt, sondern in unterschiedlichen Tempi, auf die gegenseitig Einfluss zu nehmen nur bedingt möglich ist, denen beide aber gleichermaßen folgen müssen. Freundschaft ist geglückte Enttäuschung der Phantasie zugunsten des am Glück orientierten Realen. (vgl. Eva Illouz 2007. Gefühle in Zeiten des Kapitalismus, insb. S. 142–159)

[19] Als literarisches Beispiel missglückter Enttäuschung sei Thomas Bernhards Ich-Erzähler in Holzfällen angeführt (1984, im Folgenden zit. in Die Romane, S. 1176f.): »Wir treffen einen Menschen im richtigen Zeitpunkt und nehmen alles für uns Wichtige von diesem Menschen auf, dachte ich und verlassen diesen Menschen wieder zum richtigen Zeitpunkt, dachte ich. Ich bin genau im richtigen Zeitpunkt mit der Jeannie Billroth zusammengetroffen und habe sie zu demselben richtigen Zeitpunkt wieder verlassen, dachte ich. Wie ich immer alle zu dem genau richtigen Zeitpunkt wieder verlassen habe, denke ich jetzt. Wir folgen dem Geisteszustand eines Menschen wie der Jeannie, ihrem Gefühls- und Geisteszustand und nehmen eine Zeitlang nur diesen Geistes- und Gefühlszustand in uns auf und wenn wir glauben, daß wir davon genug aufgenommen haben und also davon genug haben, brechen wir die Beziehung zu diesem Menschen ab, wie ich die Beziehung zur Jeannie dann einfach abgebrochen habe. Wir saugen aus einem solchen Menschen jahrelang alles heraus und sagen aufeinmal, er, dieser Mensch, den wir beinahe zur Gänze ausgesagt haben, sauge uns aus.«

[20] Ganz diesem Denken verpflichtet, schreibt auch Otto Friedrich Bollnow: »Immer ist der Mensch in Versuchung, sich in seinen bisherigen Erfahrungen als einem endgültigen Ergebnis zu verschließen und sich resignierend gegen alles Neue zu versperren. Aber aus der Bereitschaft, sich neuen und wahrscheinlich wiederum schmerzhaften Erfahrungen auszusetzen, die das Gebäude der festgefahrenen Gewohnheiten wieder sprengen, entspringt das schöpferisch Neue, im Leben des einzelnen Menschen wie in der Geschichte im ganzen. Erfahrung ist darum die Grundkategorie der menschlichen Geschichtlichkeit.« (Otto Friedrich Bollnow 1974, Was ist Erfahrung? In Venet Hrsg., Erfahrung und Erfahrungswissenschaft, S. 19–29; hier S. 28)

[21] »Alles hat seine Zeit, nur nicht das Glück, denn Glück ist die Erlösung von Zeit.« (Jörg Zirfas 1993, Präsenz und Ewigkeit. Eine Anthropologie des Glücks, S. 373)

[22] Demgegenüber Sigmund Freud lapidar: »Man darf sagen der Glückliche phantasiert nie, nur der Unbefriedigte. Unbefriedigte Wünsche sind die Triebkräfte der Phantasien, und jede einzelne Phantasie ist eine Wunscherfüllung, eine Korrektur der unbefriedigenden Wirklichkeit.« (Sigmund Freud 1907/08, Der Dichter und das Phantasieren. In GW. Bd. 7: Werke aus den Jahren 1906–1909, S. 213–232; hier: 216).

[23] dt.: »weich versonnen« (vgl. Else Lasker-Schüler 1959, GW. Bd. 1: Die Gedichte 1903–1943, S. 241)

[24] Neben der Dichterin ist hier Jurek Becker zu nennen: »Du alte Mottenkugel«; »Mein lieber Kullerpfirsich«; »Du alter Ziegenkäse«; »Du alter Generationenkonflikt«; »Du faule Ausrede«; »Du schneller Brüter«; »Du dickes Ende« usf. (Jurek Becker 2019, »Am Strand von Bochum ist allerhand los«. Postkarten)

[25] Vgl. zu dieser Sonderform: Klaus-Dieter Schult 2018, Brieffreundschaften. In Korczak (Hrsg.), Freundschaft. Von Aristoteles bis Facebook (S. 101–120)

[26] Beispielsweise ergeben fünf Griffe in einen Zettelkasten: ZETTEL 1 Otto Jahn 1855. Über den Aberglauben des bösen Blicks bei den Alten. Ber. 7, S. 28–110 (Abh. d. SGW.) [Zettel Nr. 550]; ZETTEL 2 »Ich suche sublimierten Briefwechsel mit hervorragenden geistigen Persönlichkeiten. Originalität. Durchschnittsmentalitäten Papierkorb. Ausführliche Zuschriften unter Nofretete Nr. 9876« Zuerst erschienen in Neue Presse, Wien, montiert in Fackel 1930 (838, 90); ZETTEL 3 Spiegel des Mittelalters, Hans Robert Jauß: Schnecke – langsam; Wolf – dumm; Ziege – gierig; Bär – stark; Fuchs – listig; Igel – schlau; ZETTEL 4 »Dinge existieren im Umgang mit ihnen. Nur deshalb bewahren sie eine flexible Identität und es verwundert nicht, wenn Kinder ihre Dingwelt auf so viele Weisen organisieren können. Die barocke Welt des von Kindern ist eben nicht bar jeder Rationalität […]. Das kindliche Millieu folgt anderen Organisationsprinzipien, es ist belangvoll auf konkretes Agieren und nicht auf in Bezug auf eine immune Rationalität einer eindeutigen Welt.« Meyer-Drawe 1986 ,?, S. 272; ZETTEL 5 »Trude: Die Barmherzige weiß von nichts. / Elly: Da ständig besoffen.« Schleef, Drei Alte tanzen Tango, Spectaculum 69, S. 79

[27] Auch der seit dem 15. Jahrhundert gebräuchliche Begriff »Flickwerk« – z.B. »Das Flickwerk aus angeeigneten, und das will hier meist sagen, auswendig gelernten Tatsachen und weltanschaulicher Deklamation besagt, daß der Zusammenhang von Sache und Reflexion zerrissen ist« (Theodor W. Adorno 1963, Philosophie und Lehrer. In Eingriffe. Neun kritische Modelle, S. 29–43; hier S. 41). – fällt dieser Kategorie zu und bezeichnet schlecht ausgeführte Arbeit, deren Gegenbild im 19. Jahrhundert wohl die »Montage« ist. Wie das »Selbstfragment« sich dazu verhält, kann hier nicht eingehend diskutiert werden.

[28] So verwehrt sich »Rochen Möhre« jedem inneren Zusammenhang, der über eine Klassifikation als Lebewesen hinausginge (abgeplatteter Fisch mit knorpeliger Wirbelsäule und seitlich abgestreckter Brustflosse und weißblühendes Doldengewächs mit rötlicher, spindelförmiger und fleischiger Pfahlwurzel), ist als Name jedoch seit 2011 standesamtlich anerkannt und evoziert unweigerlich das Bild eines Menschen auf dem Zenit seines Schaffens.

[29] »1. Ich wollt, dass ich daheime wär/ und aller Welte Trost entbehr./2. Ich mein, daheim im Himmelreich,/ da ich Gott schaue ewiglich./3. Wohlauf, mein Seel, und richt dich dar,/dort wartet dein der Engel Schar./4. Denn alle Welt ist dir zu klein, du kommest denn erst wieder heim./5. Daheim ist Leben ohne Tod/ und ganze Freude ohne Not./6. Da sind doch tausend Jahr wie heut/ und nichts, was dich verdrießt und reut./7. Wohlauf, mein Herz und all mein Mut,/ und such das Gut ob allem Gut!/8. Was das nicht ist, das schätz gar klein/ und sehn dich allzeit wieder heim./9. Du hast doch hier kein Bleiben nicht,/ ob’s morgen oder heut geschieht./10. Da es denn anders nicht mag sein,/ so flieh der Welte falschen Schein./11. Bereu dein Sünd und bessre dich,/ als wolltst du morgn gen Himmelreich./12. Ade, Welt, Gott gesegne dich!/ Ich fahr dahin gen Himmelreich.« (Heinrich Laufenberg 1430, Ich wollt, dass ich daheime wär. In Evangelisches Gesangsbuch, Nr. 517).

[30] »Sie konnten vor allem ihre Freunde nicht mit nach Hause bringen und spielten also so viel wie möglich draußen.« (Helga Zeiher 1991, Die vielen Räume der Kinder. In Preuss-Lausitz et al. Hrsg., Kriegskinder, Konsumkinder, Krisenkinder, S. 176–195; hier S. 177).

[31] »damit begann der abend, der ganz unter blumen verschwand« (Konrad Bayer 1960–1964, der sechste sinn. In Sämtliche Werke Bd. 2: Prosa. Konkrete Texte, S. 209–312; hier S. 211)